Wanderreiter auf Tour wieder unterwegs!

Yaaaaay endlich ist es soweit!

Die Taschen sind gepackt, die Westernsättel im Hänger verstaut, Futtermischungen, Alster, Weißwein, Knabberkram, kurze und lange Hosen, Sonnencreme und Sonnenbrille eingepackt. Die Regenklamotten schön zu Hause gelassen, denn für Ostern sind 23 Grad und volle Kanne Sonnenschein angesagt!

Morgen früh packen Celina und ich die Pferde auf den Hänger und dann gehts auf nach Eschede. Dort unten in der Lüneburger Heide wollen wir unsere beiden „Neuzugänge“ mal mit dem Wanderreiten langsam vertraut machen und uns drei schöne Tage gönnen.
Celinas zweites Pferd „Dexter“, ein etwas klein geratener Holsteiner, und mein Sly sind beide Wanderreitunerfahren. Deshalb haben wir uns für einen Urlaub mit festem Standort entschieden und machen Tagesritte um die 15-20 Kilometer, damit die beiden sich an den Ablauf gewöhnen können, ohne dass sie gleich das volle Gepäck tragen müssen.

In den letzten Wochen und Monaten haben wir je nach Wetter trainiert. Celina arbeitet Dexter noch viel vom Boden, da er nicht allzu gute Erfahrungen mit den Reitern auf seinem Rücken gemacht hat. Doch in den letzten zwei Jahren hat er sich super entwickelt und viel Vertrauen gefasst. Sly und Dexter haben sich von Anfang an super verstanden und können auch am Anbinder beim Putzen nicht voneinander lassen.

Für Sly sind Reiturlaube in der Lüneburger Heide zwar nicht unbekannt, aber wie gesagt, möchte ich ihn an den Wanderreit-Ablauf gewöhnen. Morgens das Satteln und bepacken, das sparsame Umgehen mit dem Energiehaushalt, die lange Pause, wo die Pferde an Bäume gebunden dösen / sich ausruhen sollen.
Da mache ich mir allerdings keine großen Gedanken, denn Sly döst sehr gerne wenn er irgendwo angebunden wird und kann Ewigkeiten geduldig herumstehen.

Ich freu mich schon auf die endlosen Wege und Wälder… leider können wir die Hunde diesmal nicht mitnehmen, da aktuell ja Brut&Setzzeit herrscht und natürlich entsprechend überall in Niedersachsen Leinenpflicht gilt. In der Lüneburger Heide natürlich sowieso. Wir wollen uns diesmal voll auf die Pferde konzentrieren können, zumal beide Pferde noch den Umgang mit einem Hund an der Leine lernen müssen.

Wir melden uns dann aus der Heide wieder. Frohe Ostern euch!

Anbei noch ein paar Bilder der letzten Wochen..

Frohes Neues und endlich Sonnenschein!

winterausritt

Ich hoffe ihr seid alle gut in das neue Jahr gekommen! Anscheinend haben wir es mal wieder geschafft, eine lange Regebphase mit Unmengen von Wasser und Matsch zu überstehen. Tatsächlich sind Roccos Beine dieses Mal heil geblieben!

Doch dank des vielen Matsches und der Wassermassen konnten wir natürlich auch nur Schrittausritte machen.

Heute war es dann endlich soweit und bei Sonnenschein und blauem Himmel konnten wir endlich mal wieder ausreiten. Das Ziel waren wie so oft die Holmer Sandberge, wo ich hoffte, ein paar trockene Stellen zum galoppieren zu finden. Denn Roccos geplagte Lunge braucht  dringend etwas zu tun.

Leider kam er schon mit leicht geweiteten Nüstern und nicht sonderlich motiviert von der Weide. Als wir dann los ritten, merkte ich schnell, dass mit ihm heute nicht viel los war. Kein Wunder, denn es gab ja wieder einen Wetterwechsel und es ist plötzlich  sehr kalt. Das mag die Lunge natürlich gar nicht gerne..

also musste ich jeden Schritt aus ihm heraus treiben und endlich erreichten wir den Wald.

Und tatsächlich  waren die Reitwege zwar teils sehr matschig, aber wir konnten tatsächlich zweimal galoppieren.  Chris, die uns heute begleitet hat,  hat sich mit ihrem Pferd vorher von uns getrennt und wollte uns nach den Reitwegen wieder treffen. Denn für ihr Pferd sind diese matschigen Wege momentan leider gar nicht gut.

Schon nach dem ersten Galopp merkte ich, dass der Bauch plötzlich deutlich weiter war. Die Lunge schien voller Luft, die Rocco so schnell gar nicht heraus bekam. Mein armer Rocco 🙁

Ich ritt weiter im Schritt, bis wir eine weitere trockene Stelle fanden. Ich ließ ihn wieder angaloppieren und diesmal gab er tatsächlich mal richtig Gas.

reiten sonne

Entsprechend hoch war danach die Atemfrequenz und wir kamen im ruhigen Schritt zurück zu Chris, die in der Sonne stand und wartete.

Auch auf dem Rückweg wurde Rocco nicht fitter und auch seine Atemfrequenz war – dafür, dass wir schon eine halbe Stunde Schritt ritten – noch deutlich zu hoch. Und so saß ich lieber ab und führte ihn die restlichen 2 Kilometer.

Ich hatte eigentlich gehofft, die kommenden trockenen Tage für Wanderreit-Training und ausgedehnte Ausritte nutzen zu können, aber es scheint, dass ich mich auf kurze ruhige Ritte oder weniger einstellen muss 😞

Ich kann mir nicht helfen, ich kann mich wirklich sehr schwer damit abfinden, dass mein früher so lauffreudiger und motivierter Rocco nun häufig – je nach Tagesform – durch diese verdammte COB so wenig Spaß am Ausreiten hat 😢