Hohe Liebe ❤️ und Schrammsteintor

Statt der Malerweg-Etappe-5 sind wir am Samstag eine leichtere Wanderung gelaufen. Der Wetterbericht sagte Gewitter ab Mittags voraus, das natürlich wieder nicht eintrat. Umso besser, denn wir konnten uns einfach Zeit lassen. Mit dem Bus ließen wir uns bis zur Gaststätte Schrammsteinbaude mitnehmen und von dort startete die 6,5km kurze, leichte Wanderroute. Bis zur Hohen Liebe mussten wir wieder ein wenig klettern, was aber im Vergleich zur Etappe 4 des Malerwegs gar nichts war 😉
Oben angekommen machten wir an einer Gedenkstätte für verstorbene Bergwanderer bei herrlichem Blick auf die Affensteine Rast, natürlich mit vielen anderen Wanderern zusammen.
Von der Hohen Liebe ging es dann wieder bergab durch urige Wälder, bis wir den Wanderweg zum Schrammsteintor erreichten. Die Plattform oben wollte ich nicht besuchen – wir haben schon so viele schöne Aussichten gehabt und ich wollte es für Gina heute leichter halten.
Die Temperaturen hatten schon wieder herrliche aber schwüle 24 Grad erreicht und es gab wieder keine Wasserstellen für sie zum abkühlen.
Mit Hilfe einer Freundin habe ich Ginas Futter für die Wanderung etwas angepasst. Für die Anstrengung ist das BALF einfach nicht kalorienhaltig genug😱 Ich war also im Supermarkt und habe eingekauft: Gänseschmalz (ohne Zwiebeln), Hänchenschenkel mit Knochen, fettigen Käse und Hipp Babybrei😂
Mit einer knapp 2300Kalorien-Portion ist Gina an diesem Tag deutlich besser klargekommen als mit den lächerlichen 1200 aus dem BALF.

Wir trotteten also gemütlich durch den kühleren Wald zum Schrammsteintor. Leider ist das Himmelfahrtswochenende nicht gerade der ruhigste Zeitpunkt im Elbsandsteingebirge und so treffen wir ständig auf Familien und Gruppen. Auch werde ich von gefühlt jedem 2. Menschen auf „den Hund“ angesprochen und ob man den mal streicheln dürfe. Gina hat da natürlich nichts gegen aber irgendwann wirds mir doch zu viel, man kommt ja gar nicht zur Ruhe dabei.
Vor allem die Witze darüber, dass Gina eine Handynummer hätte (an ihrem Geschirr ist groß aufgenäht „Gina“ mit meiner Handynummer) und ob es „Wuff“ machen würde, wenn man dort anriefe, werden mit den Tagen echt mau 🙈🤪
Zwischen vielen „oh wie süß“ Ausrufen der Kinder verschiedener Familien schau ich mir das Schrammsteintor an. Gina schaut sich derweil die Kinder an (ja, ich habe erlaubt sie zu streicheln und weiterhin ein Auge auf sie). Die Natur ist hier schon gewaltig. Riesige Felsen ragen rechts und links in die Höhe, man sieht wie überall hier die verschiedenen Schichten und irgendwie erinnern mich diese schlanken hohen, runden Felsen immer an Bilder aus Vietnam und China.
Wir gehen weiter, bergab durch einen märchenhaften Wald und erreichen, da wir einen Umweg gemacht haben, die Schrammsteinbaude nach 9km.
Hier gibts erstmal ein eiskaltes Alster und etwas salziges zu Essen und Gina legt sich sofort in den Schatten und schläft.
Nach einer langen Pause laufen wir von hier aus zu Fuß nach Bad Schandau zur Elbe hinunter, wo Gina sich endlich richtig abkühlen kann. Mit einem Eis bewaffnet lege ich mich in den Schatten und so verbringen wir den restlichen späten Nachmittag entspannt 😌

Malerweg Etappe 4



Die Etappe 4 – von Schmilka zur Neumannmühle – war einfach nur heftig. Wir haben zwar die wunderschönsten Ausblicke genossen und sind durch verträumte Wälder gewandert – aber der Preis dafür waren eher Klettereien statt Wandern und Felsen, Steine, Stufen aller Höhen und Materialien, Baumwurzeln, alte Bachbetten und alles was man sonst nicht unbedingt als Weg betrachten könnte. Das Ganze bei stetiger Steigung oder Gefälle – es ging von 0 auf 560m hoch in einem Schwung, hauptsächlich über Stufen, die aber eben sehr viel Aufmerksamkeit beim Begehen benötigen. Oben auf dem Winterberg – zweithöchster Berg der Sächsischen Schweiz – wartete eigentlich eine Gaststätte auf uns und hoffentlich ein richtig kaltes Alster. Aber leider ist die Gaststätte seit 3 Jahren aus bürokratischen Gründen geschlossen. Also musste der Wasserschlauch herhalten. Der Weg dort hoch war tatsächlich in den auf den Wegweisern angegebenen 1,5 Stunden gemeistert, aber ich war wirklich mit meinen Kräften mehrmals am Ende und musste mich auf einen umgestürzten Baunstamm setzen, um Energie für die nächsten Stufen zu sammeln. Gina ging es ähnlich, jede Pause meinerseits nutzte sie sofort aus und legte sich Schlafen.

Ich habe mir bei diesem Aufstieg doch mehrmals gewünscht, einen Gepäcktransport gebucht zu haben. Das Gewicht des Rucksacks lastete natürlich zusätzlich auf meiner Hüfte, was einen jede Stufe aufwärts extra spüren lässt.

Oben machten wir also Pause ohne Alster und folgten dann dem Wegweiser des Malerwegs weiter. Es ging bergab, und zwar mehr als ich laut Karte gedacht hätte. Danach kam natürlich der nächste Aufstieg – zur Goldstein Aussicht. Diese Aussicht hat wirklich einiges an Kletterei entschädigt!

Danach ging es natürlich wieder weiter bergab-der Weg steinig und nur mit nach unten gerichteter Aufmerksamkeit zu machen. Einmal nicht hingeschaut, kommt man gleich ins stolpern oder knickt mit dem Fuß um. Stolpern bei dem Gefälle wollte ich unbedingt vermeiden. Also musste ich oft anhalten, um auch mal den Blick auf den schönen Wald und die Felsformationen an den Seiten zu richten.

Gina trottete nur noch müde hinter mir her. Es tat mir so leid, dass sie nicht so viel Spaß an der vielen Bewegung hatte wie ich mir vorgestellt hatte. Wir kamen ans Alte Zeugenhaus, wo ich mir einen kleinen Snack zum Mitnehmen kaufte und auch Gina etwas von  der Wurst abbekam. Hoffentlich ein kleiner Motivator!

Als es danach gleich wieder bergauf ging, blieb sie oft stehen und schaute mich fragend an. Fast vorwurfsvoll. Als wollte sie sagen „ehrlich jetzt? Wieder hoch?“

Wir machten viele Pausen und kamen nach einem erneuten Abstieg an der Kirnitzsch an. Dieser idyllische Bach führte so herrlich klares Wasser, dass Gina sofort hineinlief und auch ich meine Schuhe und Socken auszog, um mich ein bisschen abzukühlen. Das Wasser war eiskalt! Aber meine Füße waren danach wie neu!💪

Weiter ging es – jetzt wo wir wieder einmal im Tal waren, natürlich mit dem nächsten Aufstieg.

Dieser war wirklich fies, denn es ging zuerst über Felsen, teilweise auch mal einen halben Meter hohe Abstände, einen sehr schmalen leeren Bachverlauf hoch. Danach kamen mehrere sehr steile Holztreppen ohne Geländer. Die Steigung betrug mehrmals mehr als 16% an diesem Tag.

Oben angekommen, machten wir einen Abstecher zum Großen Pohlshorn auf 379m Höhe. Der Ausblick war toll, aber ein paar Vatertags-Gruppen hatten sich hier schon auf den Felsen breit gemacht  Da Gina sich aber wieder sofort in den Schatten legte, machten wir noch einmal eine halbe Stunde Pause.

Nun folgte wieder ein Abstieg, und wieder blieb Gina oft stehen oder setzte sich sogar hin und schaute mich fragend an. Sitzstreik ging hier aber nicht, wir mussten runter und konnten dort dann in einen Bus steigen, um die letzten paar Kilometer der Wanderung abzukürzen  und Pfoten und Gelenke zu schonen.

Der Abstieg lief über wilde „Wege“ aus total verwurzeltem Boden und natürlich noch einmal ein Bachbett.

Ich merkte, dass mein Körper an seine Grenzen kam.. die Hüfte wurde schwer und der Kreislauf auch. Unten angekommen trafen wir ein paar Wanderer, die mich zuvor schon über Gina ausgefragt hatten, da sie sich eventuell einen Aussie zulegen wollten. Sie wollten gerade mit ihrem Auto in Richtung Neumannmühle fahren und waren so lieb, uns mitzunehmen. Ein Glück, denn der stündlich fahrende Bus fuhr gerade an uns vorbei, die Haltestelle lag 200m weiter die Straße hoch.

Ich ließ mich bei der Buschmühle absetzen, denn hier sollte es eine super leckere frische Forelle aus dem eigenen Bach geben, die ich jetzt unbedingt haben wollte! Und sie war super!

Gina gab sich mit einem langen Nickerchen zufrieden. Dann nahmen wir den nächsten Bus bis Bad Schandau und checkten pünktlich zum Start des Gewitters im Hotel ein.

Ich habe beim letzten Abstieg beschlossen, dass ich den Malerweg nach dem heutigen Tag abbrechen muss. Im Wanderführer ist diese Route als mittlerer Schwierigkeitsgrad gekennzeichnet.  Dem kann ich so nicht zustimmen und auch viele Sachsen hier sagen, dass der Malerweg schwierig ist.

Gina geht es nicht gut damit und auch für mich ist das definitiv keine Spaßwanderung mehr. Also machen wir ab morgen nur noch Rund-Wanderungen, die einfach eingestuft sind und wo wir mit dem Bus an- und abreisen können. Zum Glück sind alle wichtigen Sehenswürdigkeiten auch bei leichteren Routen zu finden, wie ich später beim Wälzen des Wanderführers feststelle.

Malerweg Etappe 3

… haben wir ausfallen lassen, da ab Mittags Gewitter angesagt war. Natürlich kam am Ende gar kein Gewitter. Gina und ich sind erst ein bisschen hochgeklettert und dann unten entlang der Elbe bis Bad Schandau gelaufen. Um uns beide etwas zu schonen, sind wir dann ganz faul mit der S-Bahn bis Schmilka gefahren. Beim Aussteigen fiel mir dann auf, dass ich die Wanderstöcke an der S-Bahn Station habe stehen lassen🤪

Die Bahnen fahren im Stunden-Takt, also saßen wir einfach dumm in der Sonne herum, fuhren zurück, stellten fest, dass die Stöcke einen neuen Besitzer gefunden hatten (😢😫😤), sprangen auf die nächste Fähre die ins Zentrum von Bad Schandau auf der anderen Elbseite fuhr, fanden ein Wanderzubehörgeschäft, kauften Wanderstöcke die leider den alten keine Konkurrenz machen können, aber die Preise waren natürlich nicht ohne. Suchten einen Bus zurück, um nicht Fähre-SBahn-Fähre fahren zu müssen (Schmilka Ort liegt ebenfalls auf der gleichen Elbseite wie Bad Schandau Ort), dachten, ihn gefunden zu haben, bis er aus der anderen Richtung an uns vorbei fuhr… kauften für Gina beim Schlachter ein schönes fettiges Stück Schweinebauch, gingen zur Touri-Info und fanden endlich den Bus. Der dann aber über ziemliche Umwege fuhr…

Wahrscheinlich wären wir mit der Fähre-Bahn-Fähre Kombi schneller gewesen🙄

Wir fanden die Adresse des Hotels, dort aber einen anderen Hotelnamen. Ein Biohotel? Daran würde ich mich erinnern, das gebucht zu haben.  Aber die Pension Rauschenstein wird hier wohl mit verwaltet und wir wurden sogar im Biohotel untergebracht.

Leider hatten weder Gina noch ich nach dem ganzen Heckmeck noch Lust, in den Ort zu gehen. Dort hätte eine sehr idyllische Brauerei mit Biergarten auf uns gewartet, wie ich am nächsten Morgen feststellen durfte.

Malerweg – Etappe 2

Ich stelle fest, dass Gina und ich ganz schön langsam unterwegs sind 😳🤔 Die heutige Strecke hatte 20,3km vorzuweisen und 760m Auf-/Abstieg. Laut Wanderführer benötigt der (wohl gut geübte Bergwanderer) dafür 7 Stunden. Ich habe heute mal mein Tracking so laufen lassen, dass es jeden Halt pausiert, so dass ich die reine Wanderzeit habe. Jedes Gina tränken (heute gab es sogut wie keine Wasserstellen auf dem Weg und es war sehr warm und die Aufsiegr auch für sie sehr anstrengend – Gina hat um die anderthalb Liter mtgenommenes Wasser platt gemacht), jeder Fotostopp, jede Pause und jedes kurze Verharren um beim Aufsteigen den Puls zu senken 😉 wurde also ausgeklammert. Die reine Wanderzeit heute betrug demnach 4 Stunden, 20 Minuten. Wir waren insgesamt 9 Stunden unterwegs 🤔. Gina war müde heute und brauchte mehr Pausen, aber die Strecke war insgesamt einfacher als gestern. 9 Stunden.. ich habe allerdings andere Wanderer getroffen, die den Malerweg „richtig herum“ wandern und diese meinten, sie bräuchten auch ohne Hund täglich 8-9 Stunden.

Vielleicht sind wir alle etwas ruhiger unterwegs.

Heute ging es erst einmal zurück zum Malerweg, wobei ich ein bisschen quer gelaufen bin um nicht den Abstieg von gestern wieder hochsteigen zu müssen. Den gleichen Weg am nächsten Morgen nochmal zu gehen finde ich langweilig.

Es ging erstmal über ein großes Feld, zu einem hübschen Ausblick über die Elbe und ein Mausoleum. Dort hat Gina einen spielfreudigen Labrador getroffen und sich ausgetobt. Es lagen ja nur noch 16km Wanderung vor uns🙄🐶

Danach brauchte sie dringend eine Pause und praktischerweise kam kurz darauf der Ort Thürmsdorf mit seiner berühmten Schokoladenmanufaktur. Dann gönnt man dem Hund halt eine Pause und sich selbst einen Milchshake. Bei knallender Sonne und 24Grad völlig legal.

Danach ging es durch Wiesen und Wälder zur Festung Königstein hinauf. Eigentlich wollte ich mich hier einmal umsehen und den Ausblick genießen, aber ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich weitergehen sollte..

Gina brauchte kurz darauf wieder eine Pause, aber so richtig zur Ruhe kam sie nicht.

Der Abstieg von der Festung Königstein hinunter in den Ort Königstein verlief über eine der fiesen Abstiege mit Holzstufen, Steinstufen und Felsen dazwischen. Die Stufen wurden mit Eisenstangen im Boden gesichert, die eigentlich immer ein paar Zentimeter höher als die Stufe selbst sind. Oder auch mal ihne Stufe mitten im Weg aus dem Boden ragen. Man muss wirklich sehr aufpassen, wo man hintritt, um nicht zu stolpern. Die Stufen haben Höhen von 10 bis 40cm, da kommen die Wanderstöcke gut zum Einsatz. Ich glaube, nach diesem Urlaub habe ich vor allem einen ziemlichen Bizeps 💪😂

Nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg. Unten im Ort angekommen, führt der Malerweg wieder hinauf, diesmal in Richtung Pfaffenstein. Am Ende übernachten wir im Ort Königstein, deshalb fühlt es sich etwas merkwürdig an, den Ort wieder zu verlassen um weitere 10km zu laufen.

Es geht eine endlose Steige hoch, die bestimmt 10-12% Steigung hat😨 Auch Gina trottet nur hechelnd hinter mir her. An der Steige stehen schiefe hübsche Häuschen und es fließt ein Bach in einem tiefen Bett bis hinunter zur Elbe. Sehr idyllisch hier zu wohnen.

Nach einem schönen Aufstieg im Wald kommen wir bei der Diebshöhle an. Diese ist schön geräumig und die größte Schichtfugenhöhle der Sächsischen Schweiz. Hier mache ich noch einmal Pause mit Gina, denn sie legt sich inzwischen bei jedem Sekundenlangen Halt schon hin. Doch irgendwie ist hier an der Höhle zu viel zum Schnüffeln und Wühlen. Sie läuft herum und wühlt das Laub an den Bäumen auf. Hinlegen geht gerade nicht.

Als es klar wird, dass sie hier nicht zur Ruhe kommt, gehen wir weiter. Einmal um den Quirl herum, dann in Richtung Pfaffenstein.

Da hier wieder endlose Giterrost-Treppen nach oben führen und Gina mehr als durch ist, schauen wir uns den Pfaffen nur von weitem an. Schade, aber meine Knie werden es mir sicher auch danken..

Es geht noch einmal ein Stück bergab und bergauf, dann einen sehr schönen, langsam bergab führenden Waldpfad hinunter nach Königstein. An der Straße durch den Ort muss ich Gina ermuntern, noch kurz durchzuhalten. Sie ist wirklich platt. Und ich treffe nichtmal einen kleinen Supermarkt, um ihr noch eine große Belohnung zu besorgen. Dann muss das BALF heute ausreichen.

Wir sind im Hotel Lindenhof angekommen und ich freue mich über das Restaurant im Hotel. Kurze Wege nehme ich jetzt gerne 🙂

Gina bekommt ihr Futter und ich eine schöne heiße Dusche!

Morgen ist wohl erstmal eine Zwangspause angesagt, denn das Gewitter kommt nicht Abends, sondern ist nun ab 11 Uhr bis Abends  durchgehend angesagt. Das Risiko, bei solchem Wetter da oben festzusitzen, gehe ich nicht ein! Gina wirds vermutlich auch gut tun und meine Muskeln freuen sich auch über Entspannung 😉

Elbsandsteingebirge/Malerweg Etappe 1 – ohne Pferd, mit Hund

 

 

Seit heute bin ich auf dem Malerweg im wunderschönen Elbsandsteingebirge unterwegs. Da man dort nur mit einer Bergziege reiten könnte, ist Rocco zu Hause geblieben. Ich wollte euch trotzdem täglich von den Etappen  kurz berichten.

Wir wandern den Malerweg „falsch herum“, da der super Wanderführer zum Wandern mit Hund von Franziska Rösner dies als einfacher für den Hund einstuft. Der Wanderführer ist schonmal sehr empfehlenswert.

Wir sind heute viel bergauf und ab gelaufen teilweise leicht geklettert, sind durch duftende Wälder gelaufen, haben die Elbe von oben gesehen und sind über den Rauenstein über endlose schmale Gittertreppen, Gitterroste über schmalen Schluchten, schiefe Holz und Steinstufen und Felsen gekraxelt. Dafür war der Blick vom Rauenstein traumhaft und wir haben dort erstmal eine sonnige Pause eingelegt.

Der Abstieg war lang und fies, denn als Flachlandtiroler kann man sowas kaum trainieren 💪

Und so haben mir ganz schön die Knie gezittert auf den letzten Kilometern.

Da ich von Station zu Station wandere, habe ich alles was Gina und ich brauchen in meinem Rucksack dabei. Ich wollte das Gewicht eigentlich bei maximal 10 KG halten, was mir aber einfach nicht gelungen ist. Ich trage ja unter anderem 2,5l Wasser für mich (vor allem bei dem Wetter hier!) und 1-1,5l Wasser für Gina mit. Je nachdem wie viele Wasserstellen am Tag auf der Karte zu sehen sind, nehme ic mehr oder weniger für sie mit. Dann ist ihr Futter natürlich dabei. Da Gina BARF bekommt – also rohes Fleisch und Gemüse -habe ich ihr BALF besorgt. Das ist gefriergetrocknetes BARF und muss nur mit Wasser eingeweicht werden. Es wiegt super wenig und scheint zu schmecken. Für die 9 Tage Wanderung (inkl. 1 Tag Pause) habe ich aber trotzdem knapp 800g dabei. Dann natürlich noch Leckerlis. Auch hier habe ich versucht, aufs Gewicht zu achten. Lunge als Leckerli bröselt leider schnell. Also habe ich getrocknete Fleischstreifen (Strauß) dabei und schneide die Abends in Stückchen für den nächsten Tag.

Insgesamt bin ich jedenfalls auf 13KG Gewicht gekommen, die ich auf meinen Hüften die ganze Klettertour mittrage. Das sind ca. 20% meines Körpergewichts – genauso viel, wie Rocco immer auf unseren Wanderritten tragen darf.

Ist eine interessante Erfahrung, mal selbst der Packesel zu sein.

Nun sind wir im idyllischen Kurort Rathen angekommen und ruhen uns erstmal aus! 🐶💤