Seminar “Leistungsbereitschaft bei lungenkranken Pferden steigern” erfolgreich

Bemer Leistungssteigerung COB

Gestern haben Rocco, seine Reitbeteiligung Christine und ich an einem Seminar für lungenkranke Pferde teilgenommen. Es ging um das Thema Leistungssteigerung. Gehalten wurde das Seminar von der Osteopatin Mona Rückemann.

Im theoretischen Teil wurde auf die Inhalation sowie einen möglichen Trainingsplan eingegangen. Wichtig: täglich und abwechslungsreich trainineren und täglich inhalieren. Das ist für Voll-Berufstätige und/oder Leute mit Familie auf Dauer leider sogut wie unmöglich. Ich muss aber nochmal in Erfahrung bringen, ob ein solcher Plan auf Dauer gilt, oder nur für eine Aufbauphase 😉
Nach diesem Vortrag wurde das Bemer-System vorgestellt. Hier geht es um eine Physikalische Gefäßtherapie, welche die Durchblutung der kleinsten Gefäße deutlich fordert und somit zu Leistungssteigerung, Schmerzlinderung und auch häufig besserer Wundheilung führt. Insgesamt soll sich das Wohlbefinden und die Konzentration bei Mensch und Tier deutlich steigern.

Das klingt ja wie ein Wundermittel! Und genauso waren auch die Erfahrungsberichte, die Fallbeispiele und alles weitere, was ich bis heute dazu nachgelesen habe. Diese Bemer-Matten scheinen wirklich grandios zu sein. Und natürlich furchtbar, furchtbar teuer.
Die Decke für Pferde haben wir an unseren Patienten gestern ausprobiert. Zusätzlich wurde ein “Spot” gesetzt an einer Stelle, wo der Besitzer bei seinem Pferd eine typische Problemzone kannte. Bei einem Gastpferd wurde die Maucke als Spot gesetzt, bei Rocco zum Beispiel haben wir die Schweifrübe genommen, die er nämlich, wenn man sie per Hand anheben möchte, immer furchtbar stark einklemmt.
Jedes Pferd verhielt sich mit der Decke anders. Der Tinker mit der Maucke schlief sofort ein, obwohl er normalerweise nervös reagiert hätte auf die vielen Zuschauer, die ihn gespannt beobachteten.
Rocco knutschte mich ständig (also ganz normales Verhalten für ihn) und lief dann zu seiner Heuraufe, um Heulage zu fressen. Auch dies könne eine Reaktion sein, denn natürlich wird auch die Verdauung angeregt, wenn die Durchblutung gefördert wird.
Einige Minuten nach der Behandlung testete ich Roccos Schweifrübe und hob sie ohne Kraft aufzuwenden an. Rocco ließ es geschehen. Kein Einklemmen! Faszinierend.

Außerdem wurde die Decke für Menschen ebenfalls präsentiert, und so legte sich unter anderem auch meine Reitbeteiligung Christine darauf. Sie hatte am Abend zuvor einen fiesen Migräneanfall erlitten und musste, um überhaupt zum Seminar mitzukommen, starke Tabletten nehmen. Sie hatte immernoch leichte Kopfschmerzen und Verspannungen im Nacken.
Sie sagte, dass ihre Problemzonen wie der Nacken sofort anfingen zu kribbeln und wohlig warm zu werden. Nach den 8 Minuten auf der Decke waren die Kopfschmerzen verflogen.

Ich muss sagen, auch wenn es irgendwo eine platzierte Verkaufsveranstaltung war: Die Wirkung war perfekt. Unter den Teilnehmern kannte einige schon das Bemer-System und hatten selbst Erfahrung damit gemacht oder durch Bekannte davon gehört. Die Berichte waren jedesmal durchweg positiv, für Pferd und Mensch.

Nach diesem Teil gab es sehr leckere und durchwärmende Suppe für alle. Danach gingen wir wieder zu den Pferden und präsentierten die Inhalatoren, die teilweise die Pferdebesitzer mitgebracht hatten. Während Rocco mit seinem Air One Akku inhalierte, zeigte Mona uns ein paar Hilfreiche Klopfübungen, womit wir dem Pferd zusätzlich helfen könnten.
Nach dem Inhalieren gingen wir mit den Pferden in die kleine Halle. Dort wurden Tipps geliefert, wie wir die Pferde lockern, die Faszien lösen und dem Pferd helfen könnten, die gereizte Bauchmuskulatur zu entspannen.

Nach einer kleinen Kuchenpause wurden dann noch Massagetechniken mit verschiedenen, sehr gut duftenden Ölen gezeigt, und Rocco schlummerte selig ein. Er genoss diese Behandlung eindeutig und wünscht sich anscheinend in Zukunft mehr davon 😉

Mona überprüfte auch noch unser Sattelzeug, und hat mich leider wieder daran erinnert, dass mein Sattel nicht mehr passt. Ich hatte sowieso nach der Kur vorgehabt, einen Sattler zu holen. Aber da ich nicht so richtig wusste, in welche Richtung Rocco sich entwickeln würde, schob ich es erst einmal auf die lange Bank. Nun weiß ich leider, dass ich diesen Sattel nicht mehr verwenden sollte und einen neuen brauche 🙁 Und auch das Training muss erst einmal weniger vom Sattel als vom Boden stattfinden, damit Rocco Muskulatur aufbaut. Denn diese hat er immernoch nicht aufgebaut, seit er von der Kur zurück ist. Auch dies war für mich etwas erschreckend, denn ich dachte zumindest, er hätte durch die vielen langen Schrittphasen auf unseren Ausritten gute Rückenmuskeln entwickelt. Laut Mona schränkt der Sattel ihn aber ein und er kann so keine Muskulatur aufbauen. Verdammt. Nun heißt es also, sich einen Plan zu überlegen und als allererstes einen fähigen Sattler zu finden und ggfs. auf den Sommer Wanderreitsattel umzusteigen… Schade, dass Svenja ihren gerade letztes Jahr verkauft hat und Rocco zu dem Zeitpunkt noch auf Kur war…

 

Seminar “Leistungsbereitschaft bei lungenkranken Pferden steigern”

COB Inhalieren Akku

Alles ist gepackt und vorbereitet – jetzt muss ich nur noch schnell ins Bett, schlafen, und dann gehts morgen sehr früh los! Ich fahre morgen mit Rocco und in Begleitung meiner Reitbeteiligung Christine zu einem Seminar, wo es um die Steigerung der Leistung von lungenkranken Pferden geht. Als eine Freundin mir dieses Seminar vor kurzem bei Facebook zeigte, füllte ich sofort das Teilnehmer-Formular aus – mit Pferd!
Denn was dieses Thema angeht, haben wir ja wirklich eine lange Geschichte hinter uns und kommen einfach nicht mehr so richtig auf Leistung.
Nachdem Rocco von der Kur zurück war, war er ja Leistungsbereit wie seit Jahren nicht mehr. Plötzlich waren 3-Stunden-Ritte bei sommerlichen Temperaturen gar kein Problem mehr und wir konnten den kleinen Wanderritt im Oktober locker wegstecken. Doch zum Herbst und Winter ging es dem kleinen Tiger wieder etwas schlechter…
Seit er nun nach Anleitung entgiftet wird und außerdem eine Decke trägt (bzw. trug, denn jetzt wo er so viel Fell abwirft und es wärmer wird, bleibt die Decke wieder im Schrank), scheint sein Energielevel deutlich besser zu sein. Er ist wieder quatschiger drauf und möchte – zumindest auf den Reitwegen – auch wieder laufen. Aber trotzdem bleibt die aufgeblähte Lunge, der sehr, sehr harte, feste Bauch und eben trotz allem die extreme Tagesform-Abhängigkeit.
Ich weiß im Moment wirklich nicht, wie ich ihn für einen weiteren Wanderritt in diesem Jahr auftrainieren soll. Vielleicht ist er ja auch einfach nicht mehr Leistungsfähig genug dafür – außer, er würde dauerhaft an der See stehen. Denn wie gesagt, als er von der Kur zurück kam, war er ja für ein paar Monate wieder der uralte, 5jährige Rocco.
Ich bin sehr gespannt, was uns morgen erwartet und wie sie Rocco einschätzen.
Um 9:00 Uhr müssen wir in Bad Oldesloe zu dem Seminar sein und sind erst spät am Abend zurück. Wird ein langer Tag! Also – gute Nacht!