Malerweg – Etappe 2

Ich stelle fest, dass Gina und ich ganz schön langsam unterwegs sind 😳🤔 Die heutige Strecke hatte 20,3km vorzuweisen und 760m Auf-/Abstieg. Laut Wanderführer benötigt der (wohl gut geübte Bergwanderer) dafür 7 Stunden. Ich habe heute mal mein Tracking so laufen lassen, dass es jeden Halt pausiert, so dass ich die reine Wanderzeit habe. Jedes Gina tränken (heute gab es sogut wie keine Wasserstellen auf dem Weg und es war sehr warm und die Aufsiegr auch für sie sehr anstrengend – Gina hat um die anderthalb Liter mtgenommenes Wasser platt gemacht), jeder Fotostopp, jede Pause und jedes kurze Verharren um beim Aufsteigen den Puls zu senken 😉 wurde also ausgeklammert. Die reine Wanderzeit heute betrug demnach 4 Stunden, 20 Minuten. Wir waren insgesamt 9 Stunden unterwegs 🤔. Gina war müde heute und brauchte mehr Pausen, aber die Strecke war insgesamt einfacher als gestern. 9 Stunden.. ich habe allerdings andere Wanderer getroffen, die den Malerweg „richtig herum“ wandern und diese meinten, sie bräuchten auch ohne Hund täglich 8-9 Stunden.

Vielleicht sind wir alle etwas ruhiger unterwegs.

Heute ging es erst einmal zurück zum Malerweg, wobei ich ein bisschen quer gelaufen bin um nicht den Abstieg von gestern wieder hochsteigen zu müssen. Den gleichen Weg am nächsten Morgen nochmal zu gehen finde ich langweilig.

Es ging erstmal über ein großes Feld, zu einem hübschen Ausblick über die Elbe und ein Mausoleum. Dort hat Gina einen spielfreudigen Labrador getroffen und sich ausgetobt. Es lagen ja nur noch 16km Wanderung vor uns🙄🐶

Danach brauchte sie dringend eine Pause und praktischerweise kam kurz darauf der Ort Thürmsdorf mit seiner berühmten Schokoladenmanufaktur. Dann gönnt man dem Hund halt eine Pause und sich selbst einen Milchshake. Bei knallender Sonne und 24Grad völlig legal.

Danach ging es durch Wiesen und Wälder zur Festung Königstein hinauf. Eigentlich wollte ich mich hier einmal umsehen und den Ausblick genießen, aber ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich weitergehen sollte..

Gina brauchte kurz darauf wieder eine Pause, aber so richtig zur Ruhe kam sie nicht.

Der Abstieg von der Festung Königstein hinunter in den Ort Königstein verlief über eine der fiesen Abstiege mit Holzstufen, Steinstufen und Felsen dazwischen. Die Stufen wurden mit Eisenstangen im Boden gesichert, die eigentlich immer ein paar Zentimeter höher als die Stufe selbst sind. Oder auch mal ihne Stufe mitten im Weg aus dem Boden ragen. Man muss wirklich sehr aufpassen, wo man hintritt, um nicht zu stolpern. Die Stufen haben Höhen von 10 bis 40cm, da kommen die Wanderstöcke gut zum Einsatz. Ich glaube, nach diesem Urlaub habe ich vor allem einen ziemlichen Bizeps 💪😂

Nach dem Abstieg ist vor dem Aufstieg. Unten im Ort angekommen, führt der Malerweg wieder hinauf, diesmal in Richtung Pfaffenstein. Am Ende übernachten wir im Ort Königstein, deshalb fühlt es sich etwas merkwürdig an, den Ort wieder zu verlassen um weitere 10km zu laufen.

Es geht eine endlose Steige hoch, die bestimmt 10-12% Steigung hat😨 Auch Gina trottet nur hechelnd hinter mir her. An der Steige stehen schiefe hübsche Häuschen und es fließt ein Bach in einem tiefen Bett bis hinunter zur Elbe. Sehr idyllisch hier zu wohnen.

Nach einem schönen Aufstieg im Wald kommen wir bei der Diebshöhle an. Diese ist schön geräumig und die größte Schichtfugenhöhle der Sächsischen Schweiz. Hier mache ich noch einmal Pause mit Gina, denn sie legt sich inzwischen bei jedem Sekundenlangen Halt schon hin. Doch irgendwie ist hier an der Höhle zu viel zum Schnüffeln und Wühlen. Sie läuft herum und wühlt das Laub an den Bäumen auf. Hinlegen geht gerade nicht.

Als es klar wird, dass sie hier nicht zur Ruhe kommt, gehen wir weiter. Einmal um den Quirl herum, dann in Richtung Pfaffenstein.

Da hier wieder endlose Giterrost-Treppen nach oben führen und Gina mehr als durch ist, schauen wir uns den Pfaffen nur von weitem an. Schade, aber meine Knie werden es mir sicher auch danken..

Es geht noch einmal ein Stück bergab und bergauf, dann einen sehr schönen, langsam bergab führenden Waldpfad hinunter nach Königstein. An der Straße durch den Ort muss ich Gina ermuntern, noch kurz durchzuhalten. Sie ist wirklich platt. Und ich treffe nichtmal einen kleinen Supermarkt, um ihr noch eine große Belohnung zu besorgen. Dann muss das BALF heute ausreichen.

Wir sind im Hotel Lindenhof angekommen und ich freue mich über das Restaurant im Hotel. Kurze Wege nehme ich jetzt gerne 🙂

Gina bekommt ihr Futter und ich eine schöne heiße Dusche!

Morgen ist wohl erstmal eine Zwangspause angesagt, denn das Gewitter kommt nicht Abends, sondern ist nun ab 11 Uhr bis Abends  durchgehend angesagt. Das Risiko, bei solchem Wetter da oben festzusitzen, gehe ich nicht ein! Gina wirds vermutlich auch gut tun und meine Muskeln freuen sich auch über Entspannung 😉